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Triple Dead: Space. Island. Rising.

20/11/2011

Normalerweise schreibe ich, von MMO-Berichten mal abgesehen, ja nicht über Spiele, die ich nicht mindestens einmal beendet habe, aber bevor ich wieder monatelang nichts veröffentliche (und mein letzter Beitrag ist ja auch schon wieder eine Weile her) nutze ich die Gelegenheit, um kurz über drei Titel zu schreiben, die ich schon seit längerem spiele und die eigentlich komplette Artikel nötig hätten, aber eben aufgrund von Zeitmangel meinerseits nicht machbar sind im Moment. Kleine Zwischenbemerkung: ich wollte eigentlich eine kleine Analyse zur Lore-Fragestunde auf dem BlizzCon schreiben, aber Arbeit als auch NaNoWriMo nahmen mehr Zeit als gedacht in Anspruch und mittlerweile wäre das Thema auch nicht mehr wirklich aktuell, also wird der Artikel mit ziemlicher Sicherheit weiterhin in der Nichtexistenz verbleiben.

Dead Space

Ich bin ein Fan von Survival Horror-Spielen im Silent Hill-Still. Will heissen eher überschaubare Action und ein wenig mehr Fokus auf Rätsel als in Resident Evil (welches ja mittlerweile eh in die 3rd Person Shooter-Kategorie gewechselt ist). Ausserdem empfinde ich die Atmosphäre in Silent Hill als um einiges dichter im Vergleich mit RE. Dead Space ist da quasi eine Mischung aus beiden, die Action von RE und die unglaublich dichte Atmosphäre von SH, wenn auch ohne dessen Rätsel (zumindest grösstenteils) und obendrein die meiner Meinung nach interessantesten Gegnertypen aller drei Spiele, was Mechaniken und Taktiken angeht.

Tragischerweise begeht Dead Space einen für mich sehr unglücklichen Fehler: es benutzt genrefremde Elemente. Genauer gesagt ist eine Sequenz, der Schutz des Schutzschildes des Raumschiffs Ishimura vor einschlagenden Asteroiden, statt de bisherigen 3rd Person-Perspektive auf einmal ein 1st Person Shooter. Im Spiel ist das logisch, ja, schliesslich klettert man in einen Geschützturm, aber für mich als Spieler ist das eine mittlere Katastrophe, weil ich in Konsolenshootern schlechtschlechtschlecht bin. Zumindest in FPS-Titeln. Und nach zehn gescheiterten Versuchen, das Schiff zu retten, ist meine Frustration gross genug, um erstmal zwei Monate wieder andere Spiele zu spielen. Nichtsdestotrotz ist Dead Space ein herausragender Titel in seinem Genre und ich freue mich schon auf den Tag, an dem Jamapi mein Schiff rettet und ich endlich weiterspielen kann (und Teil 2 liegt ja auch bei mir im Regal).

Dead Island

Ich hatte mit grosser Begeisterung den äusserst effizienten Trailer zu Dead Island vorgestellt und danach ein Survival Horror-Spiel erwartet. Kurz vor Veröffentlichung sah es dann eher nach einem Left 4 Dead-Verschnitt mit Fokus auf Nahkampf aus. Als ich das Spiel dann endlich in die Konsole schob und startete, erwartete mich etwas ganz anderes, nämlich ein reinrassiges Rollenspiel in Elder Scrolls-Manie (mit starkem Co-Op-Anteil). DI hat durchaus Momente, in denen eine ähnlich beklemmende Stimmung wie in anderen Survival Horror-Titeln aufgebaut wird (Teile des Hotels zu Ende von Kapitel 1 kommen mir  zuerst in den Sinn) und oft genug sieht man sich einer kleinen Horde von Zombies entgegen gestellt, so dass auch der abgehärteste L4D-Spieler Schweissausbrüche bekommt, aber es hat seine wirklichen Stärken meiner Meinung nach tatsächlich in seinen RPG-Elementen. Die vier Charaktere spielen sich sehr unterschiedlich (so man denn will, man kann sich auch damit begnügen, einfach alles nieder zu knüppeln ohne irgendeine Finesse) und die Talentbäume sind sehr umfangreich (und so ziemlich alle Möglichkeiten sind sehr verlockend).

Die Story dagegen ist leider relativ beliebig: Virus-Ausbruch, Infizierte werden zu Zombies, Ursache des Ausbruchs möglicherweise von Menschenhand verursacht, yadda yadda yadda. So weit, so bekannt. Spass macht die ganze Chose trotzdem, vor allem im Co-Op. Da bleibt eigentlich nur eine Frage: who do you voodoo, bitch?

Dead Rising 2: Off the Record

Dead Rising ist damals ziemlich spurlos an mir vorbei gegangen. Mir war bekannt, dass es das Spiel gab und man in einer Mall Unmengen von Zombies abschlachten kann, mehr allerdings auch nicht. Dead Rising 2 war überhaupt nicht auf meinem Bildschirm und erst die absolut alberne Zusammenarbeit von Jesse Cox und Total Biscuit zu DR2: Off the Record brachte mir die Brillianz des Spiels näher. Ein Sandbox-Spiel mit interessanten Charakteren und Zombies? Gekauft.

Und noch viel mehr gekauft, wenn es ein New Game+ nach Spielende gibt, denn DR2 wird man beim ersten Mal mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht “richtig” beenden. Das Spiel ist darauf konzipiert, dass man die ersten paar Male an der Hauptgeschichte scheitert, denn zum einen sind die Zeitlimits für das Beenden der Hauptstory relativ knapp bemessen (zumindest später) und es kann durchaus vorkommen, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt am falschen Ort ist, so dass man Begegnungen, die einen in der Hauptstory weiterbringen, nicht mit bekommt. Und was ich normalerweise schlechtes Spieldesign nennen würde, begrüsse ich hier, denn eine pure Sandbox ohne Anreize, etwas weiter zu verfolgen, finde ich dann wiederum ziemlich öde.

Im Grunde genommen ist Dead Rising 2 in vielen Dingen Dead Island sehr ähnlich. Fokus auf Nahkampf, RPG-Elemente und Massen an Zombies. Aber einen Unterschied gibt es dann doch: wo Dead Island ein GTA 4 mit ernster Story ist, ist Dead Rising 2 eher Saints Row und absolut hanebüchene Albernheit. Und das ist gut so.

Coming soon: Arkham City, Saints Row the 3rd und *gasp* League of Legends (vielleicht sogar mit Videos? Wer weiss, wer weiss..?).

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